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Tagesbericht Montag

Das war mit Abstand der härteste Tag. Wir liegen nudelfertig vor dem Wohnwagen in Andermatt. Jasmin und Nicole, die Physiotherapeutin welche heute zu uns gestossen ist, haben schon angefangen Spenden zu sammeln weil wir einen so mitleiderweckenden Eindruck machen.

 

In der Nacht hat es am Vierwaldstättersee geregnet. Nicht, dass der Wetterbericht gestern etwas davon erwähnt hätte, nein doch. Zum Glück verzogen sich die letzten Regentropfen frühmorgens in Richtung Luzern. Dank an dieser Stelle auch an Petrus, der uns bis jetzt wohlgesonnen war.

 

Der Start verlief heute etwas harzig. Unsere Muskeln waren trotz gestriger Massage etwas steif (Marc meint hier bockhart!) Dann wollte Marc kurz vor Flüelen auch noch den schönen Weg geniessen, anstatt den kürzeren und einfacheren zu wählen. Er hat sich wohl am meisten selbst darüber geärgert.

 

Ansonsten hat uns heute meistens die A2 begleitet. 20 km liefen wir zwischen Reuss und Autobahn. Dann endlich ging der Weg kurz nach Amsteg in die Höhe. Von jetzt an mussten wir noch 1000 Höhenmeter bis Andermatt überwinden. Das war hart. Der Weg zieht sich schon mit dem Auto in die Länge. Zu Fuss ist es der Vorhof zur Hölle. Die Temperaturen waren angenehm, bis uns die Sonne dann bei Wassen einheizte.

 

In Göschenen überfielen wir dann die lokale Bäckerei, welche völlig überraschen über Mittag geöffnet hatte. Genug der Power Bar Riegel und Energy Gel! Wir genossen ein Semmeli mit einem Landjäger.

 

So machten wir uns auf den letzten Abschnitt heute. Den fast überhängenden Aufstieg nach Andermatt. Vorbei an der Schölenenschlucht und über die Teufelsbrücke, welche von unzähligen Schulkindern belagert wurde.

 

Auf der Ebene angelangt hatte das Leider von Marc dann endlich ein Ende. Wir liefen aus bis zum Campingplatz und genehmigen uns nun einen Recovery Shake und ein alkoholfreies Bier. Dies werden wir auch brauchen, stehen wir doch kurz vor dem Dach unserer Tour, dem Gotthardpass.

 

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