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Tagesbericht Dienstag

Es sollte regnen, meinte der Wetterbericht noch am Montag Abend. Das tat es dann auch. Zu unserem grossen Glück allerdings in der Nacht auf den Dienstag. Als wir am frühen Morgen unsere Köpfe aus dem Wohnwagen steckten, sahen wir nur dicken Nebel, aber keinen Regen.

 

Frohen Mutes über unser Wetterglück und die heutige kurze Etappe machten wir uns auf den Weg von Andermatt nach Hospental. Diese ersten drei Kilometer zeichneten sich durch ein flaches Höhenprofil aus. Ideal zum Warmlaufen. Danach erwartete uns allerdings der Aufstieg zur Gotthard Passhöhe. 700 Höhenmeter auf die wenigen Kilometer verteilt kombiniert mit der dünner werdenden Luft liessen unseren Puls in die Höhe schnellen.

 

Nach gut 70 Minuten Aufstieg standen wir erst mal an der Grenze zum Kanton Tessin und dann nach weiteren 30 Minuten auf der Gotthard Passhöhe. Die 2108 Meter über Meer sind das Dach unserer Tour. Von jetzt an geht?s nur noch abwärts.

 

Abwärts gings ja schon, aber nicht so flach, wie das Läufer gerne hätten. Die Strecke wäre eher für Extremsnowboarder geeignet gewesen. Dieses Gefälle lies leider kein schnelles Lauftempo zu. Deswegen waren wir gar nicht unglücklich, als Ariolo im Tal zu sehen war. Bis dorthin ging es allerdings noch 30 Minuten abwärts.

 

Unser Hunger auf feine Sachen zum Essen überwog leider allen Erkenntnissen aus der modernen Sporternährung und wir kauften uns im örtlichen Coop Landjäger und Weggli. Diese verzehrten wir dann auf dem weiteren Weg nach Faido.

 

Die Höhenmeter waren auch nicht alle erledigt. Bis Faido liefen wir noch 21 Kilometer und viele Höhenmeter am Talrand - mal rauf, mal runter, was Marc zu einigen nicht druckreifen Ausdrücken verleitete. Er bekam auch je länger je mehr Probleme mit seinem Schienbein. Es schmerzt beim Laufen und beim Stehen, nur das Joggen geht mehr oder weniger ohne Problem. Wir werden sehen, ob wir den Guten bis morgen wieder auf die Beine bekommen.

 

Jetzt geniessen wir dann noch eine wohltuende Massage von der besten Physiotherapeutin von allen. Morgen ist der zweitletzte Tag. Das Ende kommt langsam in Sicht.

 

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